Kindermund und Kinderaugen

Neben den Streifzügen durch die Natur gibt diese vierköpfige Rasselbande – wie die Orgelpfeifen zwischen 14 Monaten und knapp sieben Jahren – meinem Alltag stets das besondere Etwas. Inzwischen haben wir die Nischen erkannt und nutzen sie fleißig, wenn die Kinder mal nicht von den argwöhnischen Augen des gestrengen Elternpaares bewacht werden. Denn als Au-Pair-Oma genieße ich schließlich die gleichen Vorzüge, wie sie echte Großeltern in der Regel haben. Diesen herrlichen Spruch hier hat mir meine Schwester vor ein paar Tagen zugeschickt:

“Nach jedem Besuch bei der Oma ist das Kind erzieherisch
wieder auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.”

Jawoll! Und so resette ich die lieben Kleinen immer mal ein bisschen, denn diese Werkseinstellungen werden leider von so vielen Seiten bedroht und angegriffen – Eltern, Kita, Schule, Fernsehen – dass sich schließlich irgendjemand hin und wieder darum kümmern muss. Als “Gegenleistung” bekomme ich all das, was kleine Kinder stets und ständig austeilen, verschwenderisch und ohne Hintergedanken: Stauneaugen, Kindermund, Kinderfragen, Lieder, Ideen – und Kinderzeichnungen.

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Das bin ich, gezeichnet von Ella. Sie wird im Mai sieben.

Heute hole ich das Mädel von der Schule ab. Bevor wir dann mit dem Bus zum Hof zurückfahren, gehen wir in Kungsbacka noch ein bisschen gemeinsam geocachen.

Und hier noch ein anderer Spruch. Auch der war letztens in einer Mail von meinem lieben Schwesterlein:

In der Jugend studiert man Erwachsene,
um klug zu werden.

Im späteren Leben studiert man Kinder,
um glücklich zu werden.

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