Der Bläuling

Irgendwie ist es nun langsam nicht mehr von der Hand zu weisen: Ich habe immer wieder bemerkenswerte Begegnungen – und zwar allesamt mit Tieren, von denen ich weiß, dass der Waldengel sie sehr gemocht hat. Nie zuvor durfte ich ihnen so nahe kommen, und manchmal kommen sie sogar zu mir. Vor ein paar Tagen kam beim Petersiliepflücken ein wunderschöner Schwalbenschwanz angesegelt – und er hat sich genau auf das Bund Petersilie gesetzt, das ich gerade in meiner Hand gehalten habe. Wie versteinert stand ich da und habe ihn einfach nur angeschaut.

20160614-P6140099Heute war es ein kleiner Bläuling. Ein richtiges Prachtexemplar, kein bisschen verschlissen! Er hat sich im neuseeländischen Spinat platziert und quasi gewartet, bis ich endlich meine Kamera geholt habe. Dann sah es tatsächlich so aus, als würde er sich in Pose setzen. Einmal mit offenen Flügeln und einmal mit geschlossenen. Und ich habe vor dem Hochbeet gekniet – und konnte Makroaufnahmen machen! Ich glaube nicht, dass ich schon mal von einem kleinen Bläuling Makroaufnahmen machen konnte. Denn da muss man ziemlich dicht ran ans Motiv. Und das mögen die Schmetterfalter nicht besonders.

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Aber nun ist es offensichtlich anders. Nun darf ich. Und ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass ich so viel im Freien bin. Ich glaube, der Waldengel schickt sie mir. Und das fühlt sich irgendwie sehr schön an. Ich bin immer ziemlich gerührt und noch den ganzen Tag ein bisschen beschwingt. Fast wie ein Schmetterfalter…

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Selbst hat Kennet gerne mit dem Teleobjektiv geschummelt in solchen Situationen… 😉 Ein paar seiner Falter gibt es hier und hier.

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