The house of the rising sun

Nun ist Hochsaison für’s WWOOFing, und wir sind zusammen mehr als ein Dutzend hier auf dem Hof sowie bei Gert und Akasha. Da kommt ein bisschen Ferienlagerstimmung auf, zumal auch im Kurszentrum nebenan gerade viele Leute sind. Sie haben ihre Zelte auf der großen Wiese aufgeschlagen und wir hören bei der Arbeit den ganzen Tag ihre Gesänge. Unser Freund aus Buenos Aires ist bei der aktuellen Zeremonie dabei, und wenn er spät am Abend nach Hause kommt, sieht er ein bisschen mitgenommen, aber auch sehr glücklich aus. Wir haben in der letzten Woche mehrmals über diese Art von Bewusstseinserweiterung diskutiert, und ich habe auch im Internet viel darüber gelesen. Bin aber noch nicht ganz fertig mit meinem Standpunkt dazu…

Dann hatten wir die Idee, einfach mal die anderen WWOOFer in unser großes, neues Haus einzuladen – und gestern war es dann soweit. Zuerst waren wir alle Beeren und Unkraut pflücken, dann haben wir daraus Krümelkuchen gebacken und grüne Smoothies gemixt. Und schließlich saßen wir alle auf dem Fußboden, nachdem auch der letzte Krümelkuchenkrümel das Zeitliche gesegnet hatte, und wir haben Musik gemacht und gesungen. Oh, das war soooo herrlich! Ein Mädel aus Amerika und ein Junge aus Frankreich hatten ihre Gitarren mitgebracht, ein anderer Franzose seine Klarinette und ein Mädel aus Sachsen ihre Stimme. Sie singt nämlich in einer Band. Und wie!

Ich hatte plötzlich eine Mundharmonika in der Hand (sie muss aus dem Mumintal gekommen sein), und Lieder, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie kann, sind einfach so aus einer ganz verstaubten Ecke meiner grauen Zellen herausgepurzelt. Mannomann, es war wirklich ein wunderbarer Abend! Ich habe mich automatisch dreißig Jahre jünger gefühlt, und die Wirkung hält noch an… 😉

Beim nächsten Mal setzen wir uns allerdings bei Gert auf dem Grundstück unten am See ans Lagerfeuer. Dann wird es bestimmt noch besser.

 

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