Lebenslanges Lernen

Ich lerne. Und ich lerne. Lerne wieder. Jeden Tag. Inzwischen kann ich endlich alles, was mit dem Laden und dem Café zusammenhängt, und ich mache reichlich Gebrauch davon. Alle Sorten Kaffee habe ich gelernt, alle Latten, Machatee mit und ohne Milchschaum… Ich kann Kartenzahlung. Und ich mache Smalltalk in drei Sprachen. Das alles war Anfang der Saison noch überhaupt nicht vorstellbar! Unsere Gäste sind immer wieder neu und spannend: Dieser Tage war es ein Schamane aus dem südamerikanischen Regenwald. Er ist zusammen mit einer Frau aus Berlin, und sie haben eine ganz reizende kleine Tochter.

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Weil es immer weniger grüne Blätter zu ernten gibt, habe ich im Moment eine andere Aufgabe: Ich mache viele bunte Herbststräuße – mit allem, was ich draußen so finden kann. Niemals im Leben hätte ich gedacht, dass mir so etwas liegt. Aber es funktioniert, macht mir viel Spaß, und die Leute kaufen die Dinger. Unglaublich!

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Anne, unsere französische WWOOFerin, hat aus der großen Stadt Esskastanien mitgebracht, und sie zeigt mir, wie man sie im Ofen backt, sodass sie beinahe wie über dem Feuer geröstete schmecken. Oh! So lecker! Auch haben wir einen ähnlichen Musikgeschmack und rennen ständig an den Rechner, um uns Titel vorzuspielen, die uns gerade einfallen.

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Dass die kleinen Vögel immer weniger scheu werden zu dieser Jahreszeit, habe ich beim Arbeiten herausgefunden. Das Rotkehlchen und die kleinen Zaunkönige sind so anmutig! Wie die Elche klingen, wenn sie liebeskrank sind, weiß ich nun auch, denn sie sind jetzt oft sehr laut. Nachts streichen sie immer mal wieder um die Häuser auf der Suche nach Äpfeln oder anderen noch nicht abgeernteten Leckerheiten aus dem Garten. Dann liege ich manchmal wach und weiß nicht so recht warum. Morgens sehe ich die Spuren überall – und verstehe.

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