Peter Singer schreit Weihnachtslieder

Habe gerade genug Zeit und Muße, um auch mal wieder ein bisschen ostalgisch zu werden. Außerdem erinnern einen solche Feiertage ja auch immer irgendwie an die Kindheit… Bei einer Weihnachtsfeier am Mittwoch im Oderbruch hatten wir bereits über Schrank Fröbels Weihnachten in Familie geplaudert, und mir war dann noch die Platte von Peter Schreier eingefallen.

Heute früh sind mir dann plötzlich die Jungs aus Frankreich – Les Poppys – in den Sinn gekommen. In die war ich damals ziemlich verknallt, so wie man eben in einem gewissen Alter in eine ganze Boygroup verknallt sein kann, auch wenn es sich dabei um ziemlich viele Jungs handelt. Aber in diesem Alter hat man so einen Überschuss an Liebe in sich, dass sie ohne Probleme auch für eine so große Boygroup reicht.

Mit meiner Schwester habe ich zu Weihnachten immer ein Kulturprogramm aufgeführt. Das konnte alles mögliche enthalten: instrumentale und gesungene Stücke, Gedichte, akrobatische Übungen. Einmal haben wir so eine Art Karaoke-Show mit einer Reihe von Liedern der Poppys abgezogen. Das Wort Karaoke kannten wir damals allerdings noch nicht. Jedenfalls hatten wir etliche Lieder auswendig gelernt und dann mit den entsprechenden Schlaghosen, Hemden sowie der dazu gehörenden lässigen Körpersprache und einem leisen Tonband im Hintergrund vorgetragen. Sowas vergisst man einfach nicht – Sternstunden im Leben sozusagen…

Gestern war ich in Eberswalde auf dem Markt beim Weihnachtssingen. Das war auch irgendwie lustig. Ein Chor hat für die richtige Melodie gesorgt (allerdings immer in einer viel zu hohen Stimmlage) und für den Text waren Zettel ausgeteilt worden oder man konnte sie direkt von einer Webseite aufs Telefon laden. Ja ja, Weihnachten anno 2016. Wir sind alle schön vernetzt…

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