German bakery

Die meisten unserer Hippie-Nachbarn verbringen zumindest einen Teil des Winters irgendwo in einem warmen Land: Indien, Bali, Thailand… Und alle, die gerade nicht verreist sind, die schwärmen von früheren Urlauben und hängen dabei gerne in unserem Café ab. Das Café habe ich nämlich inzwischen fast vollständig an mich gerissen. Und also hat es nun den Spitznamen “German bakery” bekommen – etwas, das auf viele Leute eine irgendwie magische Wirkung zu haben scheint. “Ja, immer wenn wir in Poona waren, war der beliebteste Treffpunkt die deutsche Bäckerei”, sagen die einen. Und die, die immer in Goa waren, stimmen zu.

Ich habe keine Ahnung, weder wie es in Poona noch wie es in Goa aussieht, und ich war auch noch nie auf Bali oder in Thailand. Aber meine deutschen Vollkornbrötchen, die kann ich inzwischen! Die haben schon richtige Fans bekommen. Und unser Waffel-Samstag ist auch schon eine beliebte Tradition geworden. Ein bisschen schwierig ist es zwar hin und wieder, frei nach dem Motto: Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Die einen vertragen kein Gluten, die anderen keine Laktose, wieder andere wollen keinen Zucker oder haben es am liebsten ganz vegan. Und also backe ich nun auch glutenfreie Muffins. Die gehen ganz genauso weg wie meine warmen Semmeln.

Ein regelmäßiger Gast in unserem Café ist auch eine professionelle Fotografin, die hier in Svenshögen ganz in der Nähe wohnt. Sie hat dieses Jahr unter anderem ein interessantes Langzeit-Projekt. An jedem Tag des Jahres macht sie ein Bild und veröffentlicht es in den sozialen Medien. Auf dem Bild vom letzten Samstag sind meine Waffeln und die ehemalige Waldengel-Küchenschürze drauf, die ich nun immer fleißig trage. Das würde ihm sicher gefallen!

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