Hello Loneliness

Auszeit vom wuseligen WWOOFer-Leben auf dem Hof. Es ist irgendwie lange her, dass ich mal soviel Raum und Zeit für mich ganz allein hatte. Ich genieße es, und verabrede mich mit Absicht nicht, treffe – neben den Besuchen im Krankenhaus – nur die Kinder.

Ich stöbere in Bibliotheken, richtigen und virtuellen, ich spaziere durch die Landschaft am Stadtrand, und ich gucke hin und wieder einen Film. Gestern spät am Abend kam “Die Wand” im Fernsehen. Den musste ich unbedingt sehen! Hatte mich doch das Buch schon stark bewegt. Außerdem war ich auf Martina Gedeck als Hauptdarstellerin, ja, eigentlich als einzige Darstellerin gespannt. Eine Rolle, für die man keinen Text lernen muss… Ein Film, der tief unter die Haut geht…

An einem der Abende davor war ich zusammen mit einem Schweizer Eigenbrötler im fernen Kanada hängengeblieben. “Das Territorium Yukon grenzt an Alaska. Es ist so groß wie Spanien, aber es leben nur 38.000 Menschen dort. Drei Viertel von ihnen drängen sich in White Horse, der Hauptstadt des Territoriums…” Das klingt vielversprechend!

“Wenn man am Wesentlichen geschnuppert hat und man fähig ist, die Ängste beiseite zu legen, merkt man plötzlich, dass man nicht so viel braucht, um zu leben.

Ich finde das moderne Leben schrecklich komplex. Wenn man einfacher leben kann, ist das eine Erleichterung, ein Aufatmen, wie ein frischer Windstoß.”

“Die Natur ist weder feindlich noch freundlich. Sie ist. Das ist alles.”

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