Wasserspiele

Vom Wasser haben wir’s gelernt, vom Wasser.
Das hat nicht Ruh bei Tag und Nacht,
ist stets auf Wanderschaft bedacht, das Wasser…

So singt der wandernde Müllersmann… Offensichtlich ziemlich rastlos. Trotzdem kenne ich kaum eine Beschäftigung, die mir mehr Ruhe gibt, als ins fließende Wasser zu starren. Oder mit ihm zu spielen.

Im Eberswalder Urstromtal liegt der Grundwasserspiegel ziemlich hoch, und an etlichen Stellen kommt das Wasser einfach aus der Erde. So gibt es auch im Stadtpark eine Quelle – zur übermäßigen Freude aller kleinen und großen Wasserspieler. Gestern haben wir den halben Tag dort verbracht und ganz und gar die Zeit (und sogar die Mahlzeit) vergessen. Das ist für mich Entspannung pur!

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Wasserspiele – alle Bilder

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Peter Singer schreit Weihnachtslieder

Habe gerade genug Zeit und Muße, um auch mal wieder ein bisschen ostalgisch zu werden. Außerdem erinnern einen solche Feiertage ja auch immer irgendwie an die Kindheit… Bei einer Weihnachtsfeier am Mittwoch im Oderbruch hatten wir bereits über Schrank Fröbels Weihnachten in Familie geplaudert, und mir war dann noch die Platte von Peter Schreier eingefallen.

Heute früh sind mir dann plötzlich die Jungs aus Frankreich – Les Poppys – in den Sinn gekommen. In die war ich damals ziemlich verknallt, so wie man eben in einem gewissen Alter in eine ganze Boygroup verknallt sein kann, auch wenn es sich dabei um ziemlich viele Jungs handelt. Aber in diesem Alter hat man so einen Überschuss an Liebe in sich, dass sie ohne Probleme auch für eine so große Boygroup reicht.

Mit meiner Schwester habe ich zu Weihnachten immer ein Kulturprogramm aufgeführt. Das konnte alles mögliche enthalten: instrumentale und gesungene Stücke, Gedichte, akrobatische Übungen. Einmal haben wir so eine Art Karaoke-Show mit einer Reihe von Liedern der Poppys abgezogen. Das Wort Karaoke kannten wir damals allerdings noch nicht. Jedenfalls hatten wir etliche Lieder auswendig gelernt und dann mit den entsprechenden Schlaghosen, Hemden sowie der dazu gehörenden lässigen Körpersprache und einem leisen Tonband im Hintergrund vorgetragen. Sowas vergisst man einfach nicht – Sternstunden im Leben sozusagen…

Gestern war ich in Eberswalde auf dem Markt beim Weihnachtssingen. Das war auch irgendwie lustig. Ein Chor hat für die richtige Melodie gesorgt (allerdings immer in einer viel zu hohen Stimmlage) und für den Text waren Zettel ausgeteilt worden oder man konnte sie direkt von einer Webseite aufs Telefon laden. Ja ja, Weihnachten anno 2016. Wir sind alle schön vernetzt…

Von Kindern und den kleinen Vögeln

Da ist die Temperatur doch tatsächlich um 25 Grad gefallen innerhalb nur einer Woche. Es sind plötzlich -10 Grad hier, und es weht ein eiskalter Ostwind. Trotzdem würde man wahrscheinlich einen Temperatursturz von 25 auf null Grad doch irgendwie ganz anders erleben. Komisch, oder? Die Zahlen allein sind es wohl nicht…

Gestern waren wir nochmal im Park spazieren, und eigentlich wollte ich wegen der negativen Temperaturen meiner Kamera mal eine Auszeit gönnen. Aber dann hat der Enkelsohn am Wasser einen Eisvogel entdeckt, und ich bin schnurstracks wieder umgedreht, um doch noch meine Knipsmaschine zu holen. Allerdings ist diese Knipsmaschine viel mehr für das Ablichten von bunten Blümchen und so Krabbelzeugs geeignet und viel weniger für das Fotografieren der kleinen Vögel. Und genau darum habe ich das ja immer gern dem Waldengel überlassen. Denn dem machte es überhaupt gar nichts aus, etliche Kilo an Fotoausrüstung mit sich herum zu schleppen, wenn er dafür ein schönes Bild von einem kleinen Vogel mit nach Hause nehmen konnte.

Mehr als eine Stunde lang bin ich mit meiner kleinen Knipsmaschine um den Teich und am Bach entlang durch die Büsche geschlichen, um dem Eisvogel vielleicht doch ein bisschen näher zu kommen. Aber da die Büsche im Moment gar keine Blätter haben, wurde ich immer schon sehr früh entdeckt – und der fliegende Edelstein schwirrte jedes Mal aufs Neue fröhlich davon.

Mit einem Film voller mehr oder weniger Nicht-Eisvogel-Bilder bin ich dann in den Kreis der Familie zurückgekehrt – und durfte wieder einmal erleben, dass Kinder in vielfacher Hinsicht bessere Menschen sind als Erwachsene. Mein Enkel hatte sich nämlich schon vor ein paar Tagen mit einem syrischen Jungen in seinem Alter angefreundet. Sie haben zwar keine gemeinsame Sprache – aber trotzdem jede Menge Spaß miteinander.

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Der Winterschneeball und die Weihnachtsbienen

Wahrscheinlich ist es inzwischen wahrscheinlicher, dass es zu Ostern Schneeschauer gibt als zu Weihnachten. Und dieses Jahr kommt es mir besonders mild vor mit ständig zweistelligen Temperaturen. Die große Schüssel mit dem Kartoffelsalat ist nicht länger sicher auf dem Balkon und im Winterschneeball auf dem Hof summen die Bienen.

Mit dem Enkelsohn im Schlepptau und der Kamera um den Hals spaziere ich in Eberswalde durch den Stadtpark. Diese beiden Begleiter sind im Moment wirklich der allerbeste Balsam für mein angeknackstes Seelchen… Zum Schluss bestaunen wir dann noch die Weihnachtsbienen auf unserem Hof. Mannomann, was für ein Nicht-Winter!

Gänseblümchen & Co – unser Weihnachtsspaziergang (alle Bilder)