Vielfalt statt Einfalt

Seit der junge Argentinier hier zu unserem kleinen Kosmos gehört, ist dieser noch bunter und lustiger geworden. Der junge Mann ist schwul, kreativ, musikalisch, irgendwie weiblicher als ich – und vor allem an der Küchenfront unschlagbar.
Gerne gebe ich also den Löffel ab und mache dafür lieber draußen die Männerarbeit. Auch Tingting mag unseren neuen Mitbewohner sehr, und in der Küche hecken die beiden immer wieder Sachen aus, die nicht nur total lecker schmecken, sondern auch herrlich aussehen. Und dann haben wir sie gestern doch tatsächlich beim Marshmallow-Grillen erwischt. Åke hat geschimpft… wie ein Kesselflicker (sic!) Aber das war nur aus Spaß.

Die beiden letzten Sonntage hatte Åke außerdem mehr als 20 wissbegierige Kursteilnehmer hier auf dem Hof. Einmal ging es um ökologischen Gemüseanbau und einmal um Raw Food. Ich durfte beide Male teilnehmen.

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Haus und Hof hüten

Der Chef ist mit Tingting für zwei Tage in so ein Wellnesshotel ans Meer gefahren. Das war sein Geburtstagsgeschenk für sie. Ich bin auf dem Hof geblieben und habe sozusagen sturmfrei, was auch mal schön ist. Im Shop hatte ich vorher noch die zweite Lektion beigebracht bekommen, und jetzt kann ich auch Kartenzahlungen entgegennehmen und mit der Dampfmaschine Milch aufschäumen. Das erste ist easy, aber das letztere gar nicht so einfach.

Doch dann kam am Nachmittag weder ein Kartenzahler noch ein nach Cappuccino Dürstender, sondern nur der Däne Ushma, der immer knielange Hosen und Sandalen anhat, egal was für Wetter ist. Und nun am Feierabend habe ich alle Katzen (es sind drei) um mich versammelt und mache das, was sie hier in Schweden Fredagsmys nennen. Allerdings ohne Chips und Cola, sondern mit Früchtetee und leckeren rawfood-goodies.

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Erdnüsse, Cashews und Agavensirup – herzig, oder?