Svenshögen Snow Festival

Heute war endlich mal wieder die Sonne zu sehen, nach vielen Tagen mit Schneefall und Wolken. Und zu unserem Winke-Bär auf dem Hof haben sich nun auch noch ein süßer Panda und ein relaxed Snoopy gesellt. Die hat Tingting gebaut. Tingting ist wunderbar! Sie lacht so gern und sie will uns immer verwöhnen. Und ihre Raw-Food-Kreationen sind voll der Hammer.

 

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Black and white

Der Winter hat dieses Jahr doch ein ziemlich dickes Fell. Draußen ist wieder alles ganz weiß, und wenn wir nicht im Keller oder im Gewächshaus in der duftenden schwarzen Erde wühlen, dann schippen wir Schnee.

Tingting, die Frau unseres Chefs, hat erzählt, dass sie in China im Winter gerne Pandabären aus Schnee bauen. Da haben wir ihr vor dem Laden einen riesigen Schneebären hingestellt. Den mag sie.

Es gibt keinen Neuschnee? Aber ja doch!

Auch wenn Tucholsky steif und fest behauptet, es gäbe keinen Neuschnee, und es wäre immer schon einer vor mir dagewesen, und das, was ich fühle und erlebe, hätten schon viele andere vor mir gefühlt und erlebt – so wage ich doch zu behaupten: Natürlich gibt es Neuschnee, richtig unberührten Neuschnee! Und es ist nicht schon immer einer vor mir dagewesen! Und das, was ich fühle und erlebe, ist einzigartig und genau so hat es noch nie jemand vor mir gefühlt und erlebt. Nicht hundertprozentig genau so!

Was ich am besten am Leben auf dem Land finde, ist die Nähe zur Natur. Man geht einfach vor die Tür und ist mittendrin – oder besser gesagt mittendraußen. Man braucht nicht erst in einen Bus oder eine Bahn zu steigen, um lange aus der großen Stadt heraus zu fahren, sondern man zieht sich eine Jacke über und ein Paar Stiefel an – und macht einfach nur die Tür auf.

Gestern bin ich mal wieder an den See hinunter gegangen, und jedes Mal denke ich: Nun müsste er aber langsam mal zufrieren, dieser See, nach so vielen Tagen mit Minusgraden, zum Teil vielen Minusgraden. Aber der Herbst und der Dezember waren so mild, dass dieser lange und tiefe See immer noch davon zehrt und keine Anstalten macht, sich eine Eisdecke zuzulegen. Den Weg hinunter an den See – es ist ein guter halber Kilometer – bin ich nun schon etliche Male gegangen, aber trotzdem war es jedes Mal anders. Das Wetter war anders, das Licht, der Schnee… Mal war Rauhreif, mal war Nebel.

Im Moment ist alles weiß. Sehr weiß. Und der Weg ist beinahe wie ein Tunnel. Kein Laut ist zu hören und man fühlt sich irgendwie sehr weit weg, obwohl man eigentlich gar nicht weit weg ist. Die Schneelast hat die schmalen Birken dazu gebracht, sich tief zu verneigen. Bei einigen schüttele ich den Schnee herunter, aber sie stehen nicht wieder auf. Dazu hat der Schnee wohl schon zu lange draufgelegen. Seit dem großen Schneefall vor vier Tagen müssen sie schon so gestanden haben. Damit ist ihr Schicksal besiegelt.

Aber was mich am meisten erstaunt: Es ist tatsächlich noch keiner vor mir dagewesen! Die ganzen vier Tage nicht! Es gibt also Neuschnee! Und demnach ist das, was ich jetzt gerade fühle und erlebe, das mit den Birken und alles andere, auf jeden Fall einzigartig.

Landeier brauchen kein Fitnesstudio

Wahrscheinlich habe ich gestern den Winter zu sehr gelobt. Da ist er ganz übermütig geworden und hat über Nacht nochmal 25 cm Neuschnee geschickt. Als sich der Herr Papa heute früh mit der gesammelten Kinderschar auf den Weg machen wollte, ist er nur mit Müh und Not vom Hof gekommen, trotz der typisch nordischen Winterreifen, die hier alle mit kleinen Spikes versehen sind.

Und so wurden meine anderen Aufgaben heute alle gecancelt, bis auf das Feuer, die Tiere und das Abendessen – und ich habe von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Schnee geschippt und Schnee gefegt und Schnee geschoben und Schnee heruntergeschüttelt… Hat sich zum Schluss angefühlt, als hätte ich ein halbes Fußballfeld vom Schnee befreit. Na, das gibt einen herrlichen Muskelkater morgen!

 

Zwei Tage mit schönem Pulverschnee

Der Winter hat mal kurz in Berlin vorbeigeschaut während der letzten Tage. Inzwischen sind jedoch die Plusgrade wieder zurückgekehrt und alles zeigt sich bereits von der matschigen Seite.

Einige Schnappschüsse von meiner Winterwanderung am Mittwoch wollte ich hier aber noch einkleben, bevor ich mich wieder auf den Weg in den Norden mache…