Pulverschnee & La dolce vita

Also diese Woche in den Bergen… Du lieber (siebter) Himmel! Dort liegt immer noch ein ganzer Meter Schnee und trotzdem gab es Sonne satt, und zwar nicht eine kühle und schüchterne Wintersonne, sondern eine warme Frühlingssonne von morgens um sieben bis abends um sechs. Da kann man wirklich viele Stunden im Freien verbringen. Und das haben wir natürlich auch gemacht. Denn ich hatte mir außerdem ein Paar richtig moderne Langlaufskier gemietet, so dass mir auch in den Loipen regelmäßig Flügel gewachsen sind.

Und weil man vom Skilaufen schön hungrig wird, haben wir’s uns auch immer beim Apres Ski richtig gutgehen lassen: ausgesuchten Käse, guten Fisch, bunte Weine und leckere Desserts. Puh, jetzt muss ich erstmal in den Alltag zurückfinden…

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Der Kuss der Schneekönigin

So. Nun weiß ich auch, wie sich eine TK-Pizza fühlen muss. Gestern war ich drei Stunden bei -18 Grad mit den Skiern im Wald und auf der Heide. Aber nur im Warmen sitzen ging auch nicht, weil es abgesehen von der Kälte ein so prächtiges Winterwetter war. Solange man draußen in Bewegung blieb, ging auch alles gut. Nur anhalten und stillstehen durfte man nicht. Dann war es, als würde man von der Schneekönigin geküsst.

 

Timeout at N 61°

Bevor ich mich ab nächster Woche bei meinem Bauer in Svenshögen mit Feuereifer in die neue Saison stürze, gönne ich mir noch eine Woche Auszeit im Winter-Wonderland des südlichsten schwedischen Skigebietes. Hier ist eine Freundin aus Svenshögen den ganzen Winter als Skilehrerin beschäftigt, und so kann ich bei ihr wohnen und sozusagen auch ein bisschen wwoofen. Einen halben Tag lang bin ich mit meinen Langlaufskiern immer in der Spur, jeden Tag in einer anderen, denn es gibt hier jede Menge. Und dann besorge ich für uns den Haushalt, kaufe ein, koche und backe Brot – sodass sie nach der Arbeit nur noch ausspannen kann. Im Moment gibt es nämlich viel Arbeit hier für die Skilehrer, denn die Weihnachtsferien gehen in Schweden immer bis zu den Heiligen drei Königen, und besonders die vielen Stockholmer kommen gern hierher.

Zuerst war nur alter Schnee da, verharscht und vereist, und überall waren die Schneekanonen zugange. Aber seit gestern schneit es ununterbrochen echten Schnee – und jetzt sieht es überall aus wie im Wintermärchen. (Dass es in mir drin auch wie im Märchen aussieht, ist aber nochmal eine ganz andere Geschichte…)

Und dann hat der Waldengel heute Geburtstag, schon der zweite, den ich ohne ihn feiern muss… Aber ich habe eine Kerze für ihn angezündet. Eine ganz besondere, von der ich weiß, dass er sie auch sehr gemocht hätte.

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